Meridianbehandlung

Meridianbehandlungen gehören zur Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und ähneln in ihrem Ansatz dem der Akupunktur oder des (japanischen) Shiatsu.

Zunächst erfolgt eine genaue Befunderhebung aufgrund der Vorgeschichte des Pferdes, die mit dem Besitzer und/oder anderen Betreuungspersonen geklärt wird, aktueller Probleme (eventuell in Zusammenarbeit mit dem Tierarzt), einer genauen Sichtkontrolle und dem Abtasten des gesamten Körpers. So werden Hinweise auf vorhandene Energieblockaden in den Meridianen (Energieleitbahnen) gesammelt, die anschließend sanft beseitigt werden können. Auf diese Weise erfolgt eine ursächliche Behandlung eines Problems sozusagen „an der Wurzel“, denn physische wie psychische Krankheiten können nur entstehen, wenn es ein Ungleichgewicht im Energiehaushalt des Körpers gibt.

Meridianbehandlungen sind ganzheitlich, d.h. das Pferd wird als Ganzes betrachtet und auch behandelt, es wird nicht an der Bekämpfung von einzelnen Symptomen gearbeitet. Sie können sowohl als Begleitmaßnahme während einer tierärztlichen Behandlung als auch in der Rekonvaleszenz oder als Vorbeugung zum Einsatz kommen. Auch Rittigkeitsprobleme haben ihre Ursache oft in einem gestörten Qi-Haushalt des Pferdes (und des Besitzers?) und können so durch eine Behandlung behoben werden.

Häufig ist es jedoch notwendig, mehrere Behandlungen in bestimmten Abständen durchzuführen oder auch mit anderen Fachkräften zusammenzuarbeiten, um ein Problem wirklich zu lösen. So können immer wiederkehrende Blockaden nicht durch Meridiantherapie gelöst werden, wenn die Ursache ein unpassender Sattel oder schlecht bearbeitete Hufe sind, ebenso kann es notwendig sein, sich z.B. an einen Chiropraktiker oder Osteopathen zu wenden, wenn die Ursachen von Problemen in deren Zuständigkeitsbereich fallen. Und natürlich darf auch der Einfluss des Reitens bzw. des Reiters nicht unterschätzt werden.

Alle diese Faktoren und Überlegungen beziehe ich, so gut es mir möglich ist, in meine Behandlungen mit ein – die Verantwortung, Anleitungen einzuhalten und Vorschläge anzunehmen und zu überprüfen, liegt jedoch immer beim jeweiligen Besitzer, ebenso wie die längerfristige Gabe homöopathischer Mittel. Diese setze ich immer wieder zur Unterstützung meiner Behandlungen ein, ebenso wie Schüssler Salze, Bachblüten oder die „Neue Homöopathie“. Auch hierbei teste ich individuell aus, was der jeweilige Patient braucht (und bei Bedarf wird der Besitzer gleich mitgetestet!).

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